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Musiktherapie verbessert Motorik und Befindlichkeit von Patienten mit Multipler Sklerose


In einer Pilotstudie konnten die Musiktherapeuten Dr. Claudia Dill-Schmölders sowie Dr. Matthias Grün an der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock in Zusammenarbeit mit dem Medizin-Doktoranden Jan Wrede  jetzt eine positive Auswirkung der Ganzkörpermonochord-Therapie auf die Rehabilitation von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) eindeutig nachweisen.

Verglichen wurde die Anwendung des Ganzkörpermonochords (auch bekannt als Klangliege) mit der des Hydrojets. Beide Therapien bieten den Patienten ein sensorisches Angebot über Vibration bzw. vibroakustische Stimulation. Es werden Basiserfahrungen zum Körpererleben über gezielte taktile und propriozeptive Stimulation vermittelt, die zu einer verbesserten Körperwahrnehmung beitragen können.

Bei der randomisierten Studie wurden zwei gleich große Gruppen von je 30 MS-PatientInnen untersucht.

Die Studie zeigt einen signifikant positiven Effekt der Ganzkörpermonochord-Therapie auf die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten von MS-Patienten. Es konnten ebenfalls signifikante positive Veränderungen der körperlich-seelischen Befindlichkeit sowie der Körperwahrnehmung gezeigt werden.

 

Dill-Schmölders, C., Grün, M. (2012): Der Einfluss der Klangliegentherapie auf Körpererfahrung und körperlich-seelische Befindlichkeit von MS-Patienten in der neurologischen Rehabilitation. Musiktherapeutische Umschau. 33/4, 349-362

vom 02.Mai 2013