weitere  

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Hüftendoprothese:

Zu den häufigstens Gangproblemen nach Hüft-OP zählen  Unsicherheit, Angst beim Gehen, Verlangsamung und ein ungleichmäßiges Gangbild. Diese Symptome lassen sich wirksam mit Gangtraining mit Musik (RAS) behandeln.


Infantile Cerebralparese (ICP):

Der Begriff Infantile Cerebralparese (ICP) fasst Schädigungen des sich entwickelnden Gehirns in seinen wichtigen Entwicklungphasen (vor, während und kurz nach der Geburt) zusammen. Mögliche Folgen der ICP können Störungen der Sprache, der Kognition, Wahrnehmung und Motorik sein. Im Kontext der Motorik finden sich häufig ein erhöhter Muskeltonus (Spastik), veränderte Haltungs- und Bewegungsmuster sowie Einschränkungen der Gehfähigkeit und Handfunktion.

Jede ICP ist in ihrer Ausprägung anders. Entsprechend ist ein individuelles Behandlungskonzept Grundvoraussetzung. Eine effektive Therapie gelingt bei ICP vor allem durch das gezielte Zusammenspiel unterschiedlicher Fachdisziplinen.


Das Video zeigt die Begegnung mit Lisa, ein 8-jähriges Mädchen mit ICP. Gezeigt wird, wie sich auf kreative und neue Weise funktionale ergo- und musiktherapeutische Methoden mit ressourcenorientiertem, wertschätzendem therapeutischen Kontakt verbinden. Die ergotherapeutischen Ziele (Verbesserung des Gleichgewichts und des Grundtonus, Förderung der räumlichen Wahrnehmung, Integration der linken Körperseite in den Alltag, Verbesserung von Handlungsplanung, Handlungskompetenz und Erweiterung von Selbständigkeit) werden durch die Musiktherapie unterstützt und verstärkt.  Produktion: Jörg Plechinger


Multiple Sklerose:

Aufgrund ihres multisensorischen und ganzheitlichen Ansatzes eignet sich Musiktherapie als begleitende Psychotherapie. Zudem lassen sich kognitive und sensomotorische Symptome behandeln.

 
Dystonie:

Bei den verschiedenen Störungsbildern der muskulären Dystonie bietet sich Musiktherapie in erster Linie als Trainingsfeld für Bewegung an. Beim Musizieren oder beim Bewegung nach Musik können in der Therapie phyiologische Bewegungsmuster vorbereitet und abgerufen werden. In der Therapie kommen neben motorischen auch verhaltenswirksame Interventionen und Entspannungstechniken zum Einsatz.

Psychogene / Dissoziative Bewegungsstörung:

Kaum eine andere Therapieform vermag Bewegung, Emotionalität und intrapsychische Reflexion so unmittelbar und therapiewirksam zu verknüpfen wie Musiktherapie. Von diesem Therapieansatz profitieren Patienten mit psychogener oder dissoziativer Bewegungsstörung häufig sehr gut. Über neue musikstimulierte Bewegungserfahrungen wird die Eigenwahrnehmung Stück für Stück ausdifferenziert. Über diese Veränderung und intrapsychische Auseinandersetzung können die Bewegungssymptome nachhaltig beeinflusst werden.